Donnerstag, 21. August 2014

Heute wird Disziplin getestet!

Oh nein, da ist er, der Nachmittagshunger.

Schon direkt nach dem Mittagessen, als meine ganze Familie genüsslich ihr Eis gegessen hat, hatte ich das Bedürfnis, etwas in meinen Mund zu stecken. Egal was:
  • Das Eis, obwohl ich weiß, dass ich kein Fan von der Sorte bin, die auf dem Tisch lag, 
  • die Banane auf der Ablage,
  • den Apfel auf der Ablage,
  • die Nektarine auf der Ablage,
  • den Pfirsich auf der Ablage,
  • ein Brot mit Frischkäse,
  • einen Joghurt mit Haferflocken
  • Chips aus dem Süßigkeitenschrank
  • Schokolade aus dem Schreibtisch meines Vaters
  • das übriggebliebene Putenbruststück im Kühlschrank
  • ...
Die Liste könnte ewig so weiter gehen. Aber ich weiß, dass es kein wirklicher Hunger ist und deswegen esse ich nichts, sondern halte mich an meiner Wasserflasche fest. Ich beanspruche gerade so ziemlich meine ganze Willenskraft, die ich besitze, um nicht doch eben nach unten zu rennen und das nächste Essbare, was in Reichweite liegt, in meinen Mund zu stopfen.

Wenn ich daran denke, wie viele Essensfallen heute noch auf mich warten, werde ich ganz nervös.
Zuerst geht es gleich um 18:00 h zur Saisonarbeit ins Eiscafé. Ich arbeite hinter dort dem Tresen und weiß bereits ganz genau, wo die Schokolinsen zum Dekorieren der Eisbecher stehen und leider stehen direkt daneben auch die gebratene Mandeln. Seitdem ich das letzte Mal davon gekostet habe, bekomme ich sie nicht mehr aus dem Kopf. Soo unglaublich lecker. Ich weiß schon, warum ich auf dem Stadtfest immer einen großen Bogen um diesen Stand mache.
Arbeiten werde ich bis 22:00 h, aber danach bin ich um 23:00 h noch zum "Grillen" eingeladen. Es gibt einen Dresscode und ich weiß, dass das Essen geliefert wird... Mir schwant da Böses. In meinen grausigsten Vorstellungen gibt es ein Schlemmerbuffet mit reichlich Nachtisch und lecker lecker Süßkram neben super leckeren Kreationen und exotischen Beilagen.
Klar, ich werde beim Grillen nicht einen auf Diät machen, aber die Gefahr, dass ich viel zu viel esse ist sehr groß. Wenn ich nur ein bisschen nehme -sozusagen als MitternachtsSNACK- bin ich zufrieden. Ich muss es nur schaffen mir von vorneherein nur kleine Mengen auf dem Teller zu packen.

Gott stehe mir bei, es läuft doch gerade so gut bei mir...


Mittwoch, 20. August 2014

Ich esse aus Mitleid

Ihr kennt wahrscheinlich schon den größten Fehler in der Erziehung, wenn es um's Thema Essen geht:
"Iss deinen Teller auf; dann gibt es schönes Wetter!"
Ja, so lernen Kinder ihr Hunger- und Sättigungsgefühl auszuschalten und brav mehr zu essen, als der Körper braucht.

Ich bin auch so ein Kandidat, der besonders dem Sättigungsgefühl hinterher trauert, weil er es verlernt hat auf seinen Körper zu hören. Außerdem kann ich garantieren, dass das obrige Zitat öfters in meiner Kindheit gefallen ist.
Das Doofe daran ist nur, dass der größte Schade gar nicht das immer aufessen ist. In meinem Fall mündet aufessen nämlich gerne in überfressen...

Zu dem Thema habe ich auf YouTube ein super Video zum Thema gefunden. Eigentlich besteht es sogar aus zwei Teilen, aber der erste Teil zeigt nur, dass es die zwei Typen von Menschen gibt: die einen, die liegen lassen könne und die anderen, die aufessen müssen.
An dieser Stelle ist das erste Video also vollkommen uninteressant, denn ich bin definitiv ein "Aufesser".
Das Video, was wirklich interessant ist, zeigt mögliche Gründe, warum man aufessen "muss". An dieser Stelle höre ich mal mit dem resümieren auf und rühme mich mit dem Unwissen eines Klappentextes. Alle, die den Rest erfahren wollten, müssen selber gucken :P

Also ich bin der Typ, der aus Mitleid isst.
Ich habe Mitleid mit dem Geldbeutel, der das Essen bezahlt, was nicht gegessen wird. Gerade die Woche, in der ich nur für mich alleine gekocht habe, ist mir aufgefallen, dass ich zu viel koche (aus Angst ich habe immer noch Hunger), aber alles aufessen muss, weil es sonst verderben würde. Die Idee es aufzuheben hatte ich zwar, allerdings fand ich die Menge zu klein für eine weitere Mahlzeit.
Nach mehrstündigen Nachdenken über mein Verhalten in dieser Situation, bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich verdammt dämlich bin bzw. dämlich gedacht habe: Auch wenn es zu wenig für eine nächste Mahlzeit gewesen wäre (war es bestimmt eh nicht) hätte ich die Essensreste ja mit einem etwas größeren Salat aufpeppen können. Dann wären alle glücklich gewesen.

Außerdem habe ich Mitleid mit den Leuten in der Welt, die nicht genug zu essen haben.
Ich weiß auch nicht, warum ich so denke, denn egal ob ich esse oder nicht, es wird den hungernden Menschen niemals helfen. Obwohl ich das weiß, ertappe ich mich immer dabei, dass ich beim Buffet immer wieder für mehr als eine Person esse.

Schaut euch die Videos an und schreibt mal in die Kommentare, ob ihr ein "Liegenlasser" seid oder warum ihr aufesst.

Dienstag, 19. August 2014

Plan Nr. 4'658'453'863

In meinem letzten Post habe ich mir vorgenommen mal wieder neue Motivation zu finden und jetzt mal wieder durchzustarten.



  • Definitiv muss ich mich von Süßigkeiten fern halten. Eigentlich habe ich kaum Süßigkeitenquellen, aber irgendwie stopfe ich doch ständig etwas in mich hinein.
  • Morgens frühstücken ist Pflicht! Auch wenn es schon kurz vor Mittag ist, darf ich nicht mit Mittagessen starten. Das geht nie gut!
  • Ich neige dazu, mich beim Mittag zu überfressen. Das ist ärgerlich und außerdem kann ich danach nicht aufhören!
  • Am Nachmittag muss ich auf den Nachmittagshunger aufpassen. Es gibt dann nur einen Snack, denn das Abendessen ist nicht weit!
  • Langeweilehunger ist eine genauso große Falle für mich; nicht ablenken lassen davon, sondern sich an eine Wasserflasche klammern!
  • Ich darf nicht anfangen, mir auf der Arbeit ein Eis andrehen zu lassen! Nachdem ich mir die WeightWatchers-Punkte von einem Eisbecher angeguckt habe, bin ich fast aus den Latschen gekippt. Falsch zusammengestellt hin oder her, aber ich muss nicht die Fehler der anderen aufessen!
  • Aus einem Cheatmeal wird kein Cheattag! Das Gewicht zählt Kalorien und nicht schlechte Tage. Wenn ich den Fehltritt sofort wieder vergesse und wieder weitermache, wird aus dem schlechten Tag wenigstens kein zerstörerischer Tag!
Soweit sieht das Ganze recht vollständig aus.
Jetzt warten wir mal wieder auf die Ausführung und meine Disziplin.
Dem Schweinehund sei mal wieder der Kampf angesagt.
Irgendwann muss es ja mal klappen!

 PS: Ich muss außerdem mal wieder öfter posten, um mich ein wenig mehr eurer Kontrolle auszusetzen. Ich hoffe, dass ich einen Rythmus reinbekomme und dann selber vielleicht auch meinen eigenen Weg zurückverfolgen kann (meine jetzigen Posts weisen durch den zeitlichen Abstand doch einige Lücken auf).

Montag, 18. August 2014

Vernunft ausgeschaltet & neue Maße

Ich könnte mich gerade selbst schlagen.
Da lief es gerade so gut und nun habe ich wieder voll zugeschlagen:
  • Den Urlaub lassen wir mal dahin gestellt. Das ist und bleibt Urlaub und da darf man das auch.
Danach folgen ein paar Tage (4), die ernährungstechnisch top waren. Aber danach...
  • Donnerstag dann die erste Ausnahme: Salzbrezeln! Zwar nicht so schlimm, aber ich hatte den Tag schon eine Ausnahme.
  • Unzwar: Milchshake (nicht so schlimm) und einen Eisbecher (!) bei der Arbeit (Eiscafé)
  • Freitag dann noch mehr Salzbrezeln (fast eine ganze Tüte mit meiner Freundin)
  • dazu noch ein Eis (oder waren es zwei?)
  • Dann kam abends meine Familie aus dem Urlaub zurück und ich durfte die Faltbox mit Snacks nach oben tragen und habe gleich Choco Peanuts (= billige M&Ms) geklaut und fast vollständig vernichtet. 
  • Die Tüte war so fies, da verdient sie noch einen Punkt: in einer Tüte sind 400g und 100g haben schon über 500kcal! Ich habe an zwei Tagen die ganze Tüte gegessen.
  • Samstag dann der Geburtstag meiner kleinen Cousine: Kuchen, Muffins, Schokoküsse, Softdrinks!
  • abends dann wieder arbeiten und Eis naschen
  • und Sonntag morgen: zu großes Frühstück und eine ganze (!) Tafel Schokolade
Und da wundere ich mich, warum ich nicht abnehme? Also die letzte halbe Woche war zwischen den gesunden Entscheidungen wirklich erbärmlich!

Schwamm drüber? Ich versuch's.
Es ist nur schade wegen dem Sommerferienprojekt. Es lief wirklich gut und dieses Einknicken muss irgendwie ein Ende habe. Wie habe ich früher trotzdem Gewicht verloren? Was war anders?
Ich bin der Meinung, dass ich trotzdem ab und zu Ausnahmen hatte und mir das nicht das Genick gebrochen hat...

Ich werde wieder aufschreiben, was ich esse. Allerdings werde ich heute nicht damit anfangen; es wäre zu erbärmlich. 

Ich habe Angst wieder zu "versagen". Die Maße von Anfang August sprechen für sich:


Zahlentechnisch stehe ich also wieder bei Januar...
... Das ist bitter...
... aber sehen wir es mal positiv: Jetzt kann ich wieder "Neujahresvorsätze" fassen.

Also Daumen drücken, dass es wieder wird.
(Ach man ist das peinlich...)

Sonntag, 17. August 2014

Sommerferienprojekt

Zu allererst möchte ich mich für die netten Kommentare von vor ein paar Wochen bedanken. Echt klasse, wie ihr Beistand leistet. Das hat mich gleich aufgebaut und mich motiviert weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Jetzt brauche ich nur noch Ergebnisse, damit ich weiterhin diszipliniert bleibe. So ist das, um motiviert zu sein, muss ich Erfolge haben. Klar ist die größte Motivation ein zufriedenstellendes Wiegeergebnis, aber es motiviert mich auch, wenn ich am abends vorm Schlafen gehen sagen kann "heute war ein guter Tag; du hast Sport gemacht und hast dich nur gesund ernährt". Das ist zwar keine riesige Motivation, aber ich weiß, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Ich hatte allerdings in der letzten Zeit zwar viele Abende, an denen ich gesagt habe, dass ich zufrieden bin, jedoch fehlte diese Zufriedenheit auf der Waage. Großer Frust war die Folge und der Gedanke ans Aufgeben war nah, denn wer hat Lust 100% Leistung zu geben, wenn der Erfolg bei 0% liegt.
Eigentlich wollte ich mich für immer und ewig wöchentlich auf die Waage stellen, um einen Überblick zu behalten und rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können, aber im Moment setzt mich die Zahl auf der Waage zu sehr unter unnötigen Druck. Ich mache meinen Sport und halte mich mehr oder weniger an eine vernünftige Ernährung. Gerade wieder einen Hänger gehabt, aber das wird schon wieder. Post folgt!  

Also habe ich beschlossen, erst einmal Urlaub von der Waage zu machen. Einen Kompletturlaub vom Abnehmen traue ich mich nicht, sonst kann ich bestimmt wieder von vorne anfangen.
Der Urlaub läuft schon ein wenig, denn ich habe mit den Beginn der Sommerferien angefangen.
Mein letztes Gewicht stammt also vom 30. Juli und betrug 76,7 kg. 

Jetzt stelle ich mich erst einmal gar nicht mehr auf die Waage bis die Sommerferien vorbei sind und schaue einmal, was man mit sechs Wochen Sport und guter Ernährung erreichen kann.
 

Ich muss gestehen, dass ich etwas Angst habe noch mehr zu wiegen als vorher... aber die Hoffnung, dass ich eine klasse Abnahme zu verzeichnen habe, ist auch da. Schließlich ist in sechs Wochen einiges möglich!
Auf jeden Fall fühle ich mich trotz der Angst echt super! Kein Druck! Höchstens die Hosen, die nicht so sitzen wie sie sollten...